Workshop „Dogs in Action 3.0“ mit Claudio Piccoli

Sehr lange schon ist es hier ruhig. Die Zeit rennt und dieser Blog bleibt leider viel zu oft auf der Strecke. Heute möchte ich aber unbedingt wieder einmal von einem Workshop berichten der für mich sehr beeindruckend und nachhaltig war. Schon Ende letzten Jahres habe ich mich dazu angemeldet und war wirklich froh einen Platz bekommen zu haben. Die Rede ist vom Workshop „Dogs in Action 3.0“ von Claudio Piccoli. (https://www.claudiopiccoli.com/)

Tag 1

Letzten Samstag hab ich mich also früh morgens mit der lieben Annika ( https://www.annikaseiler-photography.de/ ) getroffen und gemeinsam sind wir nach Altdorf bei Böblingen gefahren. Wir waren wirklich sehr gespannt was uns erwartet, zumal dieser Workshop auch in Englisch stattfinden würde. Wir waren in den sehr schön dekorierten Räumlichkeiten einer Physiopraxis für Hunde untergebracht und wurden sehr herzlich empfangen. Zur Begrüßung gab es Sekt, eine große Auswahl antialkoholischer Getränke, Brezeln, Gebäck in unterschiedlichster Art, Obst und natürlich das allerwichtigste Kaffee!!!

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde ging es auch schon ans Eingemachte. Den Vormittag über haben wir uns gezielt mit der Kameratechnik auseinander gesetzt. Natürlich sind Blende, ISO und Belichtungszeit allen nichts Neues gewesen. Dennoch gibt es gibt einige Einstellungsmöglichkeiten an der Kamera die uns neu, bzw. nicht präsent genug waren.

Handbuch für uns

Nach dem theoretischen Teil ging es auf zur Praxis in den Wald. Lisa ( http://lisawindisch.de/ ) hatte über 20 Hundemodels organisiert. Gemeinsam sind wir zur Location gelaufen. Wir waren insgesamt 16 Fotografen und wurden in 4 Gruppen (jeweils 4 Fotografen) aufgeteilt. Auch die Hunde wurden in zwei Gruppen geteilt. So hatte jeder genügend Platz beim Fotografieren. Alles war sehr gut strukturiert und jeder hatte einmal die Möglichkeit aus der „Pole Position“ zu fotografieren. Ein Baumstamm diente uns als Accessoire. Die Hunde wurden einzeln in hohem Tempo über diesen Baumstamm geschickt, auch das geschah nach einem genauen Plan. Das Ziel des Nachmittags war es mit entsprechender Kameraeinstellung die Hunde so zu fotografieren, dass man die richtige Phase in bestmöglicher Schärfe (Fokus auf den Augen) erwischt. Das war gerade bei den kleinen Vertretern nicht einfach, da sie hinter dem Baumstamm platziert nicht wirklich zu sehen waren und als meine Kamera zum Fokussieren kam, waren sie schon an mir durch. 🙂 Die Herausforderung war auch das wenige Licht in Verbindung mit der Geschwindigkeit. Leider haben wir Fotografen den Hang dazu sehr selbstkritisch zu sein und es gibt nur wenige Sprungbilder mit denen ich super zufrieden bin. Richtige Position des Hundes über dem Stamm mit schöner Haltung, Fokus an der richtigen Stelle, Histogramm an der richtigen Stelle, Motiv so im Bild platziert dass es nicht beschnitten werden muss…. soo viel auf das man achten muss. Das haben wir in mehreren Durchgängen immer wieder geübt. Gegen Abend haben wir uns noch für ein paar Portraitfotos im Wald verteilt. Models standen mehr als genug zur Verfügung und jeder konnte frei arbeiten wie er wollte. An dieser Stelle auch noch einmal vielen lieben Dank an unsere tapferen Models mit ihren Besitzern die so lange für uns durchgehalten haben!

Ziemlich geschafft (weniger körperlich als geistig) haben wir uns nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel zum gemeinsamen Abendessen getroffen. Es war eine lustige Runde und ein gelungener Tagesabschluss. Claudio ist ein sehr sympathischer Mensch und auch am Abend hatten wir viel Spaß mit ihm. Ich denke wir sind alle müde, aber glücklich ins Bett gefallen.

Tag 2

Am nächsten Morgen ging es um 08:30 Uhr weiter mit dem Photoshop Teil. Hier hat uns Claudio seinen Workflow in Photoshop näher gebracht und ist seine einzelnen Schritte sehr genau durch gegangen. Ich arbeite schon recht lange mit Photoshop, aber hier konnte ich noch einige gute Tricks und Bearbeitungsweisen lernen. Diese beeinflussen vor allem die Qualität der Ergebnisse maßgeblich worüber ich sehr glücklich bin, da ich ja auch gerne mal außergewöhnliche Projekte wie eine Glas-Küchenrückwand angehe. 🙂 Claudio beherrscht sein Handwerk und sehr gut finde ich auch das Handbuch, das wir bekommen haben. In diesem ist alles noch einmal genau Schritt für Schritt beschrieben, so dass wir zu Hause ganz in Ruhe noch einmal nachlesen können. Das ist auch nötig denn dieser Kurs hat nicht nur an der Photoshop-Oberfläche gekratzt 🙂

Nach einer Mittagspause mit leckerer Kürbissuppe und/oder Würstchen mit Kartoffelsalat, ging es weiter. Jetzt waren wir an der Reihe. Wir haben uns mit unseren eigenen Bildern beschäftigt. Im Laufe der Bearbeitung haben sich dann natürlich einige Fragen aufgetan, die dann auch alle beantwortet wurden. Kurz vor 18:00 Uhr sind wir erschöpft aber zufrieden ins Auto gestiegen und ab in Richtung Heimat gefahren. Ich habe noch nie von einem Workshop „so wenig“ Bilder mitgebracht. Darüber könnte ich jetzt enttäuscht sein, bin ich aber nicht. Hier stand das Lernen im Vordergrund und das hat mir so viel mehr gebracht als viele Bilder, denn hier ging es ganz nach dem Motto „Klasse statt Masse“.

Alles in allem muss ich sagen dass dieser Workshop bisher der war, von dem ich am meisten mitgenommen habe, abgesehen von meinem allerersten vor einigen Jahren, als ich verhältnismäßig noch gar keine Ahnung hatte. 🙂 Der Workshop bei Claudio Piccoli war definitiv eine Bereicherung und ist für alle zu empfehlen die etwas im fortgeschrittenen Bereich suchen.

Ich hoffe dieser Beitrag konnte die Fragen beantworten und freue mich wenn du bis hier hin gelesen hast! DANKESCHÖN!

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