Yes!

Workshop bei Karl H. Warkentin 2
25. Juni 2016
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2. September 2016

„Die Geister die ich rief“, irgendwie ist es die logische Konsequenz, trotz allem bin ich immer noch überrascht.

Von Anfang an:

Wie schon beschrieben hat sich die Fotografie ganz langsam in mein Leben geschlichen und zuerst war ich einfach nur happy ein schönes Bild zustande zu bekommen. Nur, was ist eigentlich schön? Vor drei Jahren war das für mich persönlich noch ein ganz anderes Bild als heute. Man entwickelt sich gerade in der Anfangszeit rasant weiter und mit der Zeit fallen einem natürlich immer mehr Dinge auf, die man jetzt anders machen würde und ich bin mir ziemlich sicher dass dieser Prozess niemals enden wird. Was vielleicht auch den Reiz an der Sache aus macht. Ich hoffe jedenfalls dass das noch lange so ist.

Es gibt immer mal wieder Zeiten in denen man einen kleinen Hänger hat. Hier hat es sich für mich bewährt einfach neue Anreize zu suchen. In meinem Fall sind das Workshops. Aus diesen ziehe ich sehr viele neue Ideen und natürlich auch neues Wissen in Theorie und Praxis.

Im Laufe der Zeit wurde der Zuspruch von Freunden, Verwandten und Bekannten immer mehr. Na ja, sagt man sich, bin ja kein Profi und ich bin mir auch darüber bewusst dass es noch vieles zu verbessern gibt, aber ich gebe alles um mich weiter zu entwickeln und merke selbst dass ich Fortschritte gemacht habe. Ich bin mir sicher dass man eine Aufgabe für die man „brennt“ auch aus eigener Initiative sehr gut ausbauen und entwickeln kann.

Mit der Zeit steigen auch die Anfragen für Fotoshootings und da ich einen Vollzeitjob habe muss ich mich entscheiden. Was ist möglich, was will ich und was kann ich? Meine Stärke liegt im Bereich Tiere, ich verbringe schon mein ganzes Leben mit ihnen und weiß „wie sie ticken“. Das hat mich ja auch zur Fotografie gebracht und das ist es was mir Spaß macht. Inzwischen halte ich Ausschau nach Mensch-Tier Kombinationen da ich aus eigener Erfahrung weiß wie tief eine Mensch-Tier- Beziehung gehen kann und wie viele Emotionen dahinter stecken. Diese will ich in Zukunft vermehrt festhalten. Dabei ist es mir ziemlich egal ob es sich um Hund, Pferd, Esel oder Huhn handelt. Die Geschichte dahinter und das Tier interessieren mich.

Ich bekomme auch Anfragen zu Baby- und Kindershootings. Da meine Zeit begrenzt ist, ist dieser Bereich nicht so ausgeprägt und hier bevorzuge ich eindeutig die Fotografie im Freien, am liebsten beim Spielen auf der Wiese, auf dem Spielplatz oder (im Optimalfall) in Kombination mit dem eigenen Haustier.

Die Zeit vergeht und ich bekomme plötzlich mehr Anfragen von Bekannten für Bilder von deren Tieren mit dem Hinweis „man bezahle mich auch dafür“! Ich sehe es als Wertschätzung wenn Leute sagen dass sie mir gerne meine Arbeit bezahlen würden und bin ein wenig stolz. Da ich es bevorzuge rechtlich auf der richtigen Seite zu stehen, bleibt nur eine Möglichkeit: Ich muss ein Kleingewerbe anmelden.

Themen wie Steuer, Handwerkskammer und Berufsgenossenschaft… das ist nicht wirklich mein Ding.  Es brodelt in mir, eine Entscheidung muss her. Eines Nachts beschließe ich Nägel mit Köpfen zu machen. Ich informiere mich bei Stadt, Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft und Steuerberater und merke schnell daß auch beim Kleingewerbe ein paar Kosten auf mich zu kommen, die müssten jedoch stemmbar sein und ich beschliesse dass ich einen Versuch starte. Was soll schon schief gehen? Ich genieße den Luxus dass ich nicht davon leben muss und bin davon überzeugt dass genau diese Tatsache mich freier arbeiten lässt.

Mitte Juni ist es dann so weit, die Gewerbeanmeldung zum 01.07.2016 ist abgegeben, kurz darauf erhalte ich auch schon Post von Gewerkschaft, Handwerkskammer und Finanzamt. Nachdem ich den Papierkram ausgefüllt und zurück gesendet habe erhalte ich meine Steuernummer und es kann los gehn.

CAROLIN´S PHOTOGRAPHY verliert nun den Anhang „just for fun“ und wird ein offizielles Kleingewerbe, was nicht bedeutet dass ich keinen „Fun“ mehr dabei habe 🙂

Natürlich muss ich mich erst einmal neu mit Material eindecken. Ich erstelle neue
Visitenkarten und USB-Sticks mit dem neuen Logo und alles wird auf meine „Corporate Identity“ abgestimmt, das macht natürlich wesentlich mehr Spaß als die Unterlagen vom Finanzamt 😉 Auf geht´s zu neuen Ufern, ich freu mich darauf!

An dieser Stelle vielen Dank an meine Steuerberaterin die mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Vielen Dank an meinen Mann Roland! Du hast mich von Anfang an unterstützt und bist maßgeblich für die Erweiterung meines Equipments zuständig. Wir sind seit inzwischen 19 Jahren ein „Starkes Team“. Gemeinsam haben wir in Dresden und Berlin gewohnt und unvergessliche Rucksackurlaube in Südamerika verbracht. Unsere gemeinsame Liebe zu den Tieren schweißt uns zusammen! Nun sind wir wieder in unserer Heimat, dem schönen Badnerland gelandet und ich freue mich auf viele weitere schöne Jahre mit Dir und unseren Tieren in unserem kleinen Paradies! Ich weiß es sehr zu schätzen dass Du mich immer unterstützt, egal ob es früher die Pferde waren, für die ich sehr viel Zeit investiert habe, oder jetzt die Fotografie! DANKE