Wacom Intuos Pro Special Edition Grafik-Tablett inkl. Wireless Kit

Yes!
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Vorher – Nachher
18. September 2016

Dieser Bericht ist für Leute die sich für Grafiktabletts interessieren und sich nach Erfahrungsberichten umschauen, oder für Leute die einfach wissen möchten mit was ich so arbeite.

Da wir Grafiktabletts auch schon gelegentlich in unserer Firma verkauft haben sind sie mir schon lange ein Begriff, ich habe aber nie bewusst darüber nachgedacht mir ein solches anzuschaffen. Ich liege auf dem Sofa und lese in einem meiner Fotografiebücher als ich auf den Hinweis stoße dass so ein Grafiktablett sehr hilfreich ist. Irgendwie stolpere ich in letzter Zeit immer wieder über Hinweise wie toll diese Teile doch sind. Hm, ich weiß nicht recht, brauche ich das?

Ich beginne also meinen Freund „Google“ zu befragen und lese mich mal durchs Netz. Verlockend erscheint mir der Gedanke dass ich, im Gegensatz zur Maus (mit der ich bis jetzt in Photoshop ganz gut zurechtgekommen bin) die Strichstärke und – dicke ändern kann, ganz so als ob ich mit einem Stift zeichne. Da ich recht oft mit Masken arbeite scheint es logisch dass das mit einem Stift exakter möglich ist. Allerdings frage ich mich auch ob das wirklich so einfach ist, wie alle behaupten und ob ich so ein riesen Teil zusätzlich auf meinem recht kleinen Arbeitstisch unterbringe?

Überhaupt beschäftigt mich die Frage zur Größe des Tabletts am meisten, hier gibt es nämlich Unterschiede. Benötige ich wirklich eine große Arbeitsfläche auf dem Tablet und gewöhne ich mich daran diese auch komplett auszunutzen? Nach langem hin und her entschließe ich mich für die „Goldene Mitte“ und bestelle mir das Intuos Pro inkl. Wireless Kit in der Größe M und das Ganze in der „Special Edition“ die sich technisch nicht von der „normalen“ unterscheidet aber einen silbernen Rand hat und vieeel schicker ist.

Gespannt warte ich auf das Tablett und ich packe es voller Vorfreude aus. Der erste Eindruck ist hochwertig und ich mache mich gleich an das Einrichten. Das ist nicht wirklich ein Hexenwerk. Später lese ich allerdings dass es unter Windows 10 einen Haken mit manchen Funktionen des Tablets gibt, im Netz habe ich eine Info gefunden wie die Einstellungen von Windows 10 am besten angepasst werden. Ich finde dies ziemlich ärgerlich da es mir später auch noch mal alle Einstellungen zerschießt und ich noch mal von vorne anfangen muss. Sehr lange bin ich damit beschäftigt die Tasten auf Tablet und Stift mit Funktionen zu belegen. Zuerst übernehme ich die Einstellung einer Empfehlung im Netz von der ich denke dass sie für mich ebenfalls passen könnte und nach und nach passe ich diese dann aber auf meine persönlichen Bedürfnisse an. Erst dann ist es perfekt.

Inzwischen sind nun auch schon einige Tage ins Land gezogen und hier nun auch mein Eindruck mit Abstand von mehreren Wochen. Ehrlich gesagt hatte ich die erste Zeit irgendwie nicht den Draht zum Tablet gefunden und hatte es oft auf der Seite liegen und den Spaß daran verloren. Ich hatte bis da hin einen ziemlich dürftigen Monitor. Den habe ich im August gegen einen Eizo-Monitor getauscht und, siehe da, das sind Welten! Natürlich hat der Monitor eine ganz andere Auflösung und plötzlich finde ich das Tablett gerade bei feinen Korrekturen extrem gut. Ich benutze es hauptsächlich zur Retusche aber da möchte ich es auf keinen Fall mehr missen.

Der Stift besitzt über 1000 Druckstufen, wodurch er eine sehr hohe Empfindlichkeit hat und tatsächlich den Eindruck von Zeichnen mit dem Stift vermittelt. Trotz allem fühlt es sich nicht wirklich wie zeichnen an, da das Ergebnis nicht unter dem Stift sondern auf dem Monitor ersichtlich wird und man etwas „blind“ arbeitet. Inzwischen hab ich mich sehr gut daran gewöhnt und liebe es.

Von der Größe des Tabletts dachte ich anfangs dass mir auch die „S“-Version gereicht hätte. ich habe einen recht speziellen Arbeitsplatz. Der Monitor ist im Tisch versenkbar und vor dem Monitor ist nicht all zu viel Platz. Ich hatte Anfangs auch die Arbeitsfläche auf der „M“-Version minimiert. Ich fand es angenehmer weniger weite Strecken mit dem Stift zurückzulegen, das hat sich aber inzwischen geändert und ich nutze die volle Fläche. Die Touch-Funktion finde ich ganz praktisch, sie ist aber nicht oft im Einsatz.

Fazit: Es stört mich sehr dass es zu Problemen unter Windows 10 kommt wozu man weder von Wacom, von Adobe oder Microsoft eine klare Ansage erhält. Wenn es dann mal läuft ist es einfach genial, ich möchte es nicht mehr missen. Ich liebe die Funktion mit der Tastenbelegung da ich sehr gerne mit Shortcuts arbeite. Ich habe die Version mit integriertem Wlan, das ebenfalls enthaltene Kabel ist ausreichend lang, ich nutze dies sowiso nur zum Aufladen.

Von mir eine eindeutige Kaufempfehlung für Leute die in Photoshop noch feiner arbeiten möchten! Anfangs hätte mir wie gesagt sogar die „S“-Größe ausgereicht, dies hat sich aber sehr schnell verändert und ich bin froh dass ich die „M“-Version Habe. Wenn ich allerdings viel unterwegs wäre und das Teil mitschleppen würde, wäre die „S“-Version eine gute Alternative.  Die „L“-Variante erscheint mir nur sinnvoll für absolute Photoshopexperten die komplexe Bilder oder Grafiken bearbeiten und viel Platz auf dem Schreibtisch haben.

Na dann, das war´s für heute…

Alles Liebe

Eure Caro

mde

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