Workshop bei Karl H. Warkentin 2

Workshop bei Karl H. Warkentin 1
24. Juni 2016
Yes!
8. Juli 2016

Nach einem ziemlich stressigen Tag beeile ich mich wahnsinnig um zum heutigen Feierabendworkshop rechtzeitig am Start zu sein. Das Thema lautet: Farben der Nacht im Kehler Hafen.

Es hat mich schon immer mal interessiert sich das ganze anzusehen, war mir aber auch nie sicher wo gute Plätze zu finden sind und wie man am besten vorgeht. Ich schnappe mir also Amy und den gepackten Rucksack und auf geht´s um meine Freundin um 19:00 Uhr abzuholen.

Wir fahren nach Kehl zum Bahnhof und da wir recht früh dran sind trinken wir noch etwas in einer Wirtschaft. Der heutige Workshop wird wieder von Karl H. Warkentin abgehalten. Um kurz vor 20:00 Uhr taucht er auch schon auf und nachdem unser „Freiburger“ Mitstreiter auch gesichtet wird fahren wir mit den Autos ein Stück weiter ins Hafengebiet.

Dort angekommen packen wir unsere 7 Sachen samt Amy und ziehen los. Im Hafengebiet ist nicht viel los und ich kann Amy frei laufen lassen da sie eh immer bei der Gruppe bleibt. So kann ich mich voll auf´s Fotografieren konzentrieren und Amy spielt zwischendurch auch mal Model obwohl es ihr eindeutig noch zu warm ist.

Wir versuchen uns an Lichtreflexe im Schrotthaufen, wobei mir hier glaube ich eindeutig die „künstlerische“ Ader fehlt. Also ich meine die Art Kunst aus einem Stück Schrott ein schönes Bild zu machen… aber was solls auch ich versuche das Auge für Motive dieser Art zu schulen.

Wir fotografieren Kräne, Boote und sonstige Gebäude im Hafen und haben heute auch einen wunderschönen Sonnenungergang. Nachdem die Sonne unter gegangen ist fahren wir noch ein Stück weiter mit den Autos und landen gegenüber der Stahlfabrik. Zuerst schlängeln wir uns zwischen einem Zug und ein paar Büschen durch um eine gute Sicht auf das Stahlwerk zu haben, nach kurzer Zeit fährt dieser Zug aber auch schon ab und wir haben etwas mehr Spielraum.

Zu meiner besonderen Freude schwimmt im Fluß ein Schwanenpaar das 8 Junge bei sich hat. Das muss ich natürlich gleich festhalten. Ich merke einfach dass nur Formen, Farben und Gebäude nicht mein Ding sind. Aber auch die anderen lassen sich von den Tieren hinreißen. Ob das Wasser so gesund ist in dem sie schwimmen? Im Stahlwerk ist voller Arbeitsbetrieb und alles ist beleuchtet so dass wir das Lichterspiel des Gebäudes bei Nacht fotografieren können. Wir lernen wie man Lampen oder andere Lichter so fotografiert dass sie als „Sterne“ abgebildet werden und wie man mit Blende und Belichtung spielt.

Gegen 23:00 Uhr war das Thema dann auch erschöpft, zumindest für mich. Die Ausbeute von Bildern ist aber auf jeden Fall besser als am Montag und ein ganz gutes Bild von Amy ist auch noch dabei. Wir gehen zurück zu den Autos und fahren zu einer ganz netten Wirtschaft die einen schönen Außenbereich hat. Es ist 00:00 Uhr und wir sitzen noch im T-Shirt draußen, ich glaube das ist die erste laue Sommernacht in diesem Jahr. Wir tauschen uns noch einmal aus und lassen den Tag ausklingen. Auf Dauer wäre diese Art der Fotografie nichts für mich aber trotzdem habe ich wieder einiges gelernt und ich bin sicher das ein oder andere werde ich auch in Zukunft umsetzen. Ich wollte das mal probieren, auch wenn ich kein gesteigertes Interesse an Architektur oder Industriegeäuden habe. Gerade deswegen kann ich in solchen Fällen einen Feierabendworkshop sehr empfehlen. Hier kann man mal „rein Schnuppern“ und wenn man merkt dass das nicht reicht kann man immer noch einen umfangreicheren Workshop besuchen. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an Karl! Um ca. 01:00 Uhr fahren wir dann nach Hause.

Oh Gott, nachher um 05:40 Uhr klingelt der Wecker 🙁